|
do
1524
#eine sorge, die die leute früher auch nicht hatten, ist sich nicht entscheiden können, ob man the-bands im mp3-verzeichnis unter t oder doch eher mit nachgestelltem the einordnen sollte. am besten ist dann immer mit sich selbst den kompromiss einzugehen, einen eigenen ordner mit namen the-bands einzurichten und dort alle ohne the zu benennen. überhaupt eine der größten größen von filesharing-programmen: die verschlungenen pfade der ordner, unterordner und unterunterordner der anderen user. myownfiles\downloads\neuemusik\deutsch\indie\partyhits\
70er\krautrock\neuedownloads hat doch eine menschelnde wärme, die ganz gut den schon wieder nicht erledigten abwasch der anderen wg-bewohner ersetzt.
#gestern mit m. die kategorie der beknacktheit als grundvoraussetzung für ewige größe in popmusik erarbeitet. als beispiele die frühen pink floyd, jedes gitarrensolo und blurs 13 diskutiert, die eben-doch-notwendigkeit von 37 minuten langen songs festgestellt.
#am heimweg s. getroffen, der von seinem freund beim gap erzählt und ich überlege immer, ob ich wirklich so glücklich darüber bin, in der zeit des leider als rockistisch-sexistischen backlash missverstandenen arty-zitat-dekonstruktions-pop zu leben. außerdem stellt er mich ständig irgendwelchen leuten vor, mit denen man sich halbwegs normal unterhalten soll. das alles macht alles ja auch nicht einfacher.
#dann t. am heimweg ein sms mit einer gerade ungemein passenden und wahren lyriczeile geschickt, beinahe ihre rücksms ausgebessert, heute unsicher, ob es nicht doch einen anderen song gibt, wo es eben schon so stimmt, wie t. es zitiert hat, bei der recherche heute eine deutsche (!) übersetzung des songs im netz gefunden, in ihrer beknacktheit wahrhaft groß. der erste song meiner prog-rock-bombast-retro-band wird genau das als ersten song aufnehmen.
#das kulturindustriekapitel in der dialektik der aufklärung doch noch nicht kopiert. schwankend zwischen verzweiflung und glück, wie immer.
|