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kann man nichts
fr
1318
mittwochs "bauer sucht frau" auf atv+ geguckt, herrliche musikauswahl, vertrashte nonsense-kurzinterviews, unverständliche dialekte, dramaturige, typenbildung. wenn ich mir jetzt auch noch merke, wann das immer ist, neuer suchtkandidat.
gestern schwarze krawatte gekauft bei c&a, weil h&m keine mehr hat. bei c&a sind die preise auch in tschechischer währung angeben, bei allen krawatten gedacht, die schauen so "geckenhaft" aus, über das wort fast laut lachen müssen, eigentlich traurig aber, in einer zeit leben zu müssen, in der es keine guten krawatten mehr gibt.
auf der uni semesterangangsgratispresse genommen, weil know your enemy (stimmt natürlich nicht, in wahrheit weil dem austeiltypen nicht rechtzeitig weit genug aus dem weg gegangen), natürlich gleich wieder hassanfälle, im ersten zorn dann einen leserbrief geschrieben (1/2h gebraucht, um nicht nur üble beschimpfungen und drohungen gegen leib und leben zu entwerfen, interessanterweise neigung zur anglophonen fluchkultur (genital- statt deutscher analfixierung)), gedacht, warum auch nicht an einem tag zwei dinge zu ersten mal tun (später am rad, abgekühlt, gedacht, man kann es auch übertreiben, leserbriefschreiben, was verachtenswerteres gibt es denn noch, die kinder im hof anschreien, sie sollen leise sein. mich gefragt, ist das jetzt meine repolitisierung, sämtliche einzelfunken meines politischen engagements durchgegangen, zwei bis drei lächerliche volksbegehren unterschrieben, auf zwei bis drei lächerlichen demos mitgelaufen, gedacht, ich möchte aber nicht teil dieser häßlichen, dummen menschen sein, leute mit zwei bis drei lächerlichen unterschriftenlisten drangsaliert, naja). immerhin der beweis: jeder blogger ist nur ein verhinderter leserbriefschreiber.
wunderbar auch: anti-u'berg-demo-berichte mit binnenmajuskeln bei partisaninnen, diskussion: kirche gegen abtreibung akzeptieren, weil meinungsfreiheit, ja oder nein, fairtrade-kaffee in allen uni-automaten dank studierendengruppe "biene maja" ("villa kunterbunt" war ja leider schon an die aufbauspielgruppe vergeben, die auf der integrativen montessori-kindergartengruppe "luftabon" aufbaut), die im fünf minuten-takt wiederkommende besorgte frage, ob denn nicht emotionaler stress aufgekommen sei, überhaupt diese herrlich verblödete detailverliebtheit dieser menschen, peinlich genaue sprach- und denkordnung, aber ansonsten muss man mal schauen, morgen vielleicht oder wir diskutieren das erstmal. (wenn die mal geldsorgen hätten, könnten sie touristische zeitreisen in die 70er anbieten, oder keine ahnung, wann sowas noch normal war.)
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so
1517
mieser kleiner sonntagnachmittag, the "kaffee in krankenhausmengen und monica-enterprises-sampler und herumliegen" kind of way, dazu endlich eine entscheidung und wahrscheinlich wäre es anders auch genauso falsch gewesen, wenn nicht falscher, weil wo soll man sich schon rar machen, wenn man immer lieber da wäre, wo man gerade nicht ist, so als grundgefühl.
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& die ganzen anderen klischeesituationen, schönheit des klischees überhaupt, türen schlagen, aus der wohnung stürmen und sie beim zurückkommen mehr als je zuvor lieben, die schönheit von menschen, die weggehen, "lüge" schreien, wenn wir ein pärchen sehen und das für politik halten und uns nur 4 biere später unsere einsamkeit eingestehen, beim heimgehen in toreinfahrten stehend im regen dinge ins notizbuch ja, "kritzeln", am nachmittag dann gespräche führen über unsere gefühle und dinge denken wie, dass mir die worte dafür abhanden gekommen sind und milchkaffee, immer viel milchkaffee.
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so
1040
das dann-eben-nicht-phänomen (das passive-aggressive-phänomen (gar nicht gewußt, dass das eine personality disorder ist), call it neuer phlegmatismus, call it what you will, file under: montag, blutiger montag)
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ob in 20-30 jahren "goetz/maier/meinecke gelesen, robocop kraus gehört, telefonat mit f" so klingen wird wie jetzt "tagelang in graz im bett gelegen mit schwarzem kaffee und filterlosen citanne und rotwein und camus und sartre und handke"
(das zweite kapitel ("the innsbruck years") meiner autobiogaphie doch lieber auf die 2 sätze beschränken: "dann passierte einige jahre nichts, in denen ich wartete. dann wurde alles besser.")
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so
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ich finde ja air muss man auch viel öfter viel lauter hören nur nützt das halt auch nichts.
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fuck friends never need flowers
könnte ein 1-a-white-stripes-song sein, die bislang schönste variation meines derzeit liebsten spam-betreffs, erinnert mich immer an die einzige satc-folge, die ich je ganz gesehen habe (dafür gleich dreimal), in der die kulturtechnik des fuckfriends vorgestellt wird, dann versucht sie, mit dem fuckfriend mal auch zu reden, aber ist halt nicht. außerdem lernt die andere einen schuhverkäufer kennen. die andere szene, die ich jemals von satc gesehen habe, war die, wo mr. big mit ihr schluss macht, zuvor aber noch schlussmachfick und dann ein allegorischer kameraschwenk auf eine verwelkende schnittblume.
(und dabei wäre das so ein schöner schluss gewesen der vorletzte post.)
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mi
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now that's what i call arbeitseffizienz: bis jetzt zwei videos zurückgebracht , ein bißchen literaturrecherche und einen seminararbeitstitel ausgebaldowert und das wars. (dafür ist der titel umso besser geworden: "gender / genre / filmsprache in 'alice doesn't live here anymore'". darauf muss man auch erst kommen, erste idee war noch "'alice doesn't live here anymore' - filmsemiotische analyse ", aber das war dann sogar mir zu großkotzig. zweite idee war dann, ich schreibe einfach mal drauflos und nenn es dann so, wie das, was eben rauskommt. kann man mit dem endergebnis also schon zufrieden sein, im vergleich.)
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so
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list of english words of german origin (beachte speziell: angst und ganz speziell teenage angst)
und ansonsten kommt man zu nichts, die ganzen schönen neuen musikmagazine liegen ungelesen rum (aber das neue gap riecht unglaublich gut), die band der herren welter und ostermayer würde ich ja auch zu gerne mal sehen, ist aber nicht, außerdem keine zeit, um bei zeiten mal zeit verschwenden auf nadir.org oder skug und bis 12. juli ist auch noch ewig.
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