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sei maschinist
1525
tenoir-on (die seite funktioniert bei mir zwar nicht, das ding ist aber sehr funktionell (mit sowas würde ich noch musiker im sinne von musiker werden))
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di
2022
der traum, der mir heute in stiegenhaus beim bücherholen wieder eingefallen ist, p. sagt so fürgsorglich, dass ich gestern so traurig gewirkt hätte und meine antwort darauf, traurig zwar nicht, aber es ist halt alles so scheiße und dann fragt sie, was denn genau und mir fällt überhaupt nichts ein, was man so im speziellen benennen könnte und sage, ja eben die zähne zum bespiel, weil die biester ja wirklich sauweh tun, also weniger die zähne als vielmehr die höhlen, wo sie früher drin waren; dass einen so eine lappalie so lang überhaupt so beschäftigen kann; und dann der moment, wo man plötzlich spürt, jetzt ist genug, jetzt muss die arbeit fertig sein, was immer sehr wenig damit zu tun hat, wie fertig sie wirklich schon ist, aber trotzdem, 2x korrekturlesen und ab.
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sa
1230
endlich remix nachgelesen, seine aufzählung, von dingen, die man an sylvester tun muss, die seit ihm nur vollständig ist mit diskussionen über die aufzählung, und irgendeiner ist immer da, der das nicht gut findet und dann muss den überzeugen und das gelingt ja meistens nüchtern schon nicht und dann hat man auch schon die angemessene stimmung für sylvester betrunken und sauer, der absatz über leute, die fernsehen manipilation nennen, das ironiekapitel, heute kopiert, der absatz über widmungen die männer frauen in bücher schreiben.
am nachmittag konnte ich dann nachdem ich 20 verschiedenen ärzten, schwestern, portierinnen, sekretärinnen und anästhesistinnen meine persönlichen daten und anamnese geschildert hatte nochmal heim, bei flickr ein bild gesehen, daran erinnert, was ich früher mal gedacht hatte, dass man eben so eins machen müßte, und auch irgendwie gut, dass man zumindest manche spinnereien nicht mehr hat.
abends dann fast schon richtige schulausflugsstimmung, beide literweise doofes mineralwasser, weil sonst nichts da ist, aber nur bis 12, weil nicht dass wir einen reflux kriegen morgen. dem zimmerkollegen, mit dem die 2 tage sicher nicht mehr als 5 sätze gewechselt, und doch immer irgendwie einverstanden, so kam es mir halt vor, was weiß man, was der von mir gedacht hat, aber sehr sympathisch, tischler war der, und die schönsten schuhe überhaupt (und er auch sehr schön übrigens, das paßt ja gar nicht ins klischee, dass man im krankenhaus sehr sympathische und so wunderschöne menschen trifft) beim fernsehen zuschauen, fußballnachberichte, nip/tuck, so ein komischer fastpornofilm auf vox, die größten hits der deutschen, wo uns beiden das beach-boys-medley der 10 tenöre am besten gefallen hat, nochmal zu nip/tuck zurück, herrliche faustwatsche: die letzte gemeinsame operation von ihnen ist eine siamesische-zwilling-trennung, langes rumsuchgezappe, bei den news zu spanien homoehe hat er immer schnell weitergeklickt, tom cruise bei jay leno oder david letterman, was weiß ich wer da wer ist, über kathie holmes, was ich genau an dem nachmittag noch in einem der rumliegemagazine gelesen hatte, stefan raab, six feet under und gute nacht.
am vormittag dann nach ein paar talkshows, fragt er die studentinnen, worauf er denn achten müßte, dass er nicht nach labial schneidet, hat sie gesagt, was sogar ich ihm sagen hätte können, hätte ich nicht so viel gerätschaften im mund gehabt, und währenddessen hab ich die gane zeit innerlich adam green vor mich hin gesungen und an die abtreibung von claire gestern bei six feet under gedacht und seine braunen augen angestarrt und dann war ich richtig stolz, der wissenschaft meine zähne zu spenden, weil die studentin so nett gefragt hat, das ist ja auch mal was, dass das zu was gut ist.
herrlich auch das gefühl; du weißt, da ist eine lippe unter all dem blut und faßt sie an, ist ein naßes wettex. und aufs röntgen warten und nicht wissen, ob man den mund gerade offen hat und ob blut rausfließt, wenn man nicht ranfaßt.
dann haben sie den tischler runtergeschoben und ich habe mühsam lipstick traces endlich fertiggekriegt, wollte von den anderen 20 büchern, die ich mitgenommen hatte (ist ja die chance, endlich den endlich-lesen-stapel-abzubauen), nichts lesen, nichtmal "schöner leiden", das ich eigens wegen des witzes mitgenommen hatte, wie vor zwei wochen sacher-masoch, und noch bißchen zum hundertstenmal durch die intro geblättert, meinen lieblingsfernsehkanal entdeckt, liegt man im krankenhaus und schaut sich krankenhaus an, paar fotos von mir mit den eisbeuteln gemacht, den feedback-fragenbogen ausgefüllt, sind auch wieder 5min gewonnen, tee holen, austrinken, wieder 5min, dann kommt seine freundin, auch wieder so ein netter und schöner mensch, wie schön das ist, habe ich gedacht, aber das wird wohl an dem novocain for the zahnfleisch gelegen sein, dass man so unsinn denkt, zum abendessen dawsons creek und haferschleim, dass auch sowas schmeckt, wenn man den ganzen tag noch nichts gegessen hat. dann hätte ich eh schon gehen können, wenn die schwester nicht gesagt hätte, dass sie den arzt noch fragen muss, der mir ja höchstpersönlich gesagt hat, dass ich gehen kann, aber gut, auf die zwei stunden kommt es dann auch nicht mehr an und der tischler ist wieder da und wir sind beide so ha-geschafft-euphorisch und er schaut die top ten comebacks auf rtl.
dann schneidet sie mir das erkennungsband von der hand, ein bißchen wie von einem festival heimkommen, wie mich das da drinnen alles an das altersheim erinnert hat, die sterilium(r)-seife, der völlig beknackte ablauf, die schwestern, sogar die fucking tischen mit den ausklappbaren tischchen, dass man da nicht noch viel mehr kaputtgemacht wurde damals, das wundert mich heute noch, das sind oft so blitze mitten auf der straße, wo man denkt, das ist zwar schon scheiße jetzt, das hätte sie so nicht sagen müssen, aber wenigstens muss ich da nie mehr hin, das ist doch irgendwie gut.
p.s.: ja ich probier bißchen bei flickr rum, aber weiß noch nicht so genau, was man da machen könnte, mal schauen.
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sa
1019
was man hier natürlich auch schreiben wollte, wie angenehm diese schlafentzug- und schmerztabletteninduzierte allgemeine, ich will es mal 'dullness' nennen, eigentlich ist, wo man schon stolz war, 12 seiten auszudrucken zu schaffen. dass man auch einmal gar nichts sagen wollte, zu dem marcus-buch zum beispiel , zum baßler, den man nun endlich fertig hat, was man sich alles gedacht hätte, was er sagt zu goetz und dessen an-präsdiskursives-glauben-und-es-erreichen-wollen-wahn und wie die anderen das machen, praschl zb oder rosei, aber das alles sagen andere soundso besser, oder zu dem spex-artikel zu den gorillaz, oder dass "find in this page" ausgerechnet unter "edit" ist, oder zu koons und dann noch die 10 anderen dinge, die sonst sofort hier großtuerisch gepostet worden wären, die ich jetzt einfach vergessen habe. wie schön das ist, wenn statt dessen mal gar nichts ist.
oder, um noch eines der dinge zu sagen, die ich alle nicht gesagt habe, die geschichtsstunde mit dem alten zeit-interview:
b.v.st.-b.:
auf der einen seite die vorlauten popper und auf der anderen seite der sympathische feine beobachter, der es noch versteht, den moment hinter dem moment zu beleuchten, den alltäglichen wahn liebevoll zu sezieren
oder jolo:
es sollte gar nicht lustig klingen (war ja auch nur die wahrheit), aber elke überlegte erstmal und schwieg. dann sagte sie wieder, ich sei wie 'der kracht' und sie könne es nicht mehr hören. das sei alles bullshit-gerede und das gegenteil von kommunikation
jedenfalls wie faszinierend das doch immer ist, körper, und wie man dann immer direkt persönlich beleidigt ist, wenn das mal nicht funktioniert, als was für eine zumutung man das empfindet, wenn das einen hindert, normal zu arbeiten, wie gut das andererseits auch ist, so schön einfach, und dass diese, dullness nannten wir das an anderer stelle, überhaupt eine art zu sein wäre, die man gut fände, so wie ich sonst, nur in nett.
(edit: nein es ist nichts schlimmes passiert, ich habe nur eine weisheitszahnbekommkomplikation, die ich wehleidig, wie ich bin, hier monströs aufblase, ich hoffe bis wochenbeginn wieder halbwegs hergestellt zu sein, von beileid und genesungswünschen darf abstand genommen werden.)
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